Sonntag
Es ist Mittag und ich hocke neben meinem Kumpel Patrick um mit ihm über seine Fischerlebnisse der letzten Zeit zu sprechen. Er konnte heute in der Nacht schon den einen oder anderen schönen Fisch an Land ziehen und somit stieg meine Vorfreude, dass es auch bei mir klappen könnte.
Also baute ich meine Basis etwas entfernt von Patricks Domizil auf, da ja heute auch noch Stefan aus Kärnten zu uns stoßen sollte und er mit Patrick den Angelplatz teilen wollte.
Zackig wie immer stand meine Basis, so wie es laut Katalog abgebildet ist und somit konnte ich wieder zum gemütlichen Teil übergehen. Es war heiß, richtig heiß und so genossen Patrick und ich die einzigen zwei kühlen Bier, die ich von Zuhause mitgenommen hatte. Beim Durchwühlen meiner Tacklebox musste ich leider feststellen, dass meine Funkbox heute nicht den Weg mit zum See gefunden hatte.
Da es aber unmöglich war den ganzen Tag an meinem Platz zu verbringen, da dieser so gut wie keinen Sonnenschutz bot, musste ich leider meine Delkims derart aufdrehen, dass ich sie auch noch im Schatten hören konnte. Und lange dauerte es auch heute nicht. Fallbiss kein Widerstand in der Rute, also konnte es sich nur um einen Amur handeln. Ein wenig verblüfft stand Patrick neben mir, da er seit heute früh keinen Biss bekommen hatte und meine Ruten war noch keine Ewigkeit im Wasser. Was soll ich sagen, das Glück war auf meiner Seite.
Schnell schraubte sich der silbrige Torpedo aus dem Wasser und schlussendlich in den Kescher. Da wir ja zu zweit waren, beschloss ich ein Foto zu wagen. Sogleich wusste ich wiederum weswegen ich die letzten gleich wieder in Wasser Zurückgleiten ließ. Der Weißfisch gab jetzt am Land alles das, was er im Wasser nur teilweise gezeigt hatte. Nach einer sehr schwierigen Fotosession ab mit ihm ins lauwarme Nass.
Von oben bis unten voller Weißfischrotz machte ich mir wieder auf die Rute auszulegen. Durch die Sonneneinstrahlung trocknete der Fischschleim auf der Stelle und der Geruch als ob man sich im Braxn Fassl gesuhlt hätte war perfekt. Aber gut, wieder am Schattenplatz angekommen und ein kühles Wasser getrunken machten wir uns wieder daran unsere Fischererlebnisse auszutauschen.
So gegen 15 Uhr hörte ich wieder meine Bissanzeiger um Hilfe rufen. Schnell zu den Ruten und Kontakt aufgenommen. Aber diesmal wollte es mir der Fisch nicht so leicht machen. Er steckt in einem Hindernis fest, na toll. Rein ins Boot und über den Fisch. Nach etwas Strickarbeit zog er wieder ins Freiwasser und mich hinter sich her. Immer wieder ein geiles Gefühl so ein Bootsdrill. Eine Viertelstunde war vergangen, und ich hatte meine Drillposition wieder auf festen Boden verlegt um den Fisch leichter Keschern zu können.
Der Fisch zog stur seine Bahnen am Grund. Hatte er war aufgesammelt? Oder war es eventuell doch ein Guter. In diesem Moment schneite auch Stefan am See herein und nun standen wir alle drei um das Drillereignis und warteten auf das Ergebnis.
Eine große Schuppiflanke durchbrach das Wasser. Guter Fisch, waren wir drei uns schnell einig. So, ab mit ihm in die XXL Matte und zum Fototermin. Da mir der Fisch beim Heben recht schwer vorkam, packte ich seit langem wieder meine Waage aus. Ungläubig - im positiven Sinne - standen wir alle um die Waage herum und freuten uns über den sehr schönen Fisch, der jetzt nach der Wiegung auch noch schön schwer war. J
Einige Fotos mit meiner neuen Nikon D3000 gemacht und nachher wurde das Schwergewicht wieder seinem Element übergeben.
Somit hatte ich wieder mal genug für heute und verlegte mich aufs Feiern und aufs Plauschen und das Ablichten von ein zwei Fische der Anderen. Dank Stefan und Patrick durften wir heute noch eine Pizza am See genießen. Nächtens machte ich mich dann auf den Heimweg.
Montag:
In einer Nachtschicht habe ich gestern noch Partikel abgekocht um für heute gerüstet zu sein. Trotzdem schaffte ich es heute erst gegen 10 Uhr am See zu sein.
Schnell noch die Erfolge der letzen Nacht mit Patrick und Stefan besprochen und schon waren meine Montagen wieder bereit. Nach einer halben Stunde hatte ich Glücksritter schon wieder zugeschlagen. Aber Einer sollte nicht reichen, nein ein Doppeldrill.
Nicht zu fassen, denn bei den beiden Anderen war seit einigen Stunden keine Aktion mehr zu vermelden. Patrick erbarmte sich und nahm die zweite Rute auf um beide Fische landen zu können. Denn Zug, den ich am anderen Ende der Schnur verspürte ließ mich wieder auf einen gewichtigen Kollegen hoffen. Patrick hatte auch die größte Mühe den Fisch ins Freiwasser zu buxieren.
Kurz darauf: „Scheiße!“ fluchte er auf einmal und kurbelte nur noch die Monatage in den Heimathafen. Also war es wieder mal an mir für ein Fischfoto zu sorgen. Ca. 15 Minuten später durchbrach wieder mal ein wuchtiger Fisch die Wasseroberfläche. Diesmal ein Spiegler den ich schon mal in Händen halten durfte. Bei der Fotosession legten sich wieder mal alle voll ins Zeug für diesen tollen Fisch und somit waren wir alle recht fertig und erholten uns bei einem kühlen Blonden.
Ich beschlossdass der nächste Biss sollte Patrick gehören sollte, und das war auch gut so, denn - wie ein meiner dunklen Vorahnung - handelte es sich um einen Weißfisch aus dem asiatischen Raum. Doppeltes Glück, denn Patrick hatte heuer noch keinen gefangen und freute sich über den Fisch und ich musste ihn nur zurücksetzen, sonst nix.

Mittlerweile war es früher Nachmittag und ich verließ meinen Angelplatz da ein fischsicheres stressfreies Weiterfischen „leider“ nicht mehr möglich war. Kurz entschloss ich mich nochmals zu Moven, da ich aber auch kein Boot hatte, das ich an meinem Platz verankern konnte, räumte ich auch diesen Platz nach ca. einer Stunde wieder. So war es leider mit dem Fischen für heute vorbei, aber Patrick und Stefan bescherten mir trotz allem noch einen vergnüglichen Nachmittag. Versüßt wurde der Nachmittag noch durch Stefans Fänge, denn er konnte seinen ersten Amur landen und als Zuckerl noch einen mächtigen Schuppi vor die Linse bitten, der gleichzeitig sein neuer PB bedeutete. Da Patrick wieder wo anders ein Bier genoss und seine Rute ablief erbarmte ich mich diesmal seines Fisches und landete ihn trotz rechter Kurbelrolle recht geschickt. Ein schöner Spiegler, der von Beiden abgelichtet wurde.
Dienstag:
Kurzerhand entschloss ich mit nach telefonischer Rücksprache mit Patrick heute einen Fisch Quicki zu versuchen. Fazit: Ich konnte 3 Bisse auf meine Ruten vermerken, aber leider nur einen Fisch, und den durfte Stefan drillen, da ich gerade dabei war meine Stiefel zu waschen.
Ich fischte dann noch mit Patrick und Stefan bis zum späten Nachmittag aber leider ohne weitere Aktivität. Abends machten wir uns alle voll zufrieden auf den Heimweg.
Patrick hatte seinen ersten Amur 2011 gefangen, Stefan hatte überhaupt seinen ersten Amur gefangen und dazu noch seinen PB verbessert und ich hatte zwei sehr schöne Fische in den letzten zwei Tagen gefangen Was will man(N) mehr?!
An dieser Stelle eine herzliches Danke an Stefan und Patrick für die zwei ( drei ) tollen Tage und die Bewirtung. Und Stefan Petri zum PB, obwohl des meiner Meinung nach ja nicht so wichtig ist.