Das Jahr ist bald zu Ende, aber für uns Karpfenfischer fängt es jetzt eigentlich erst so richtig an. Das ist auf jeden Fall die Meinung vieler die durch diverse Medien damit geimpft wurden. Aber ist die Zeit rund um den Oktober wirklich die besser Zeit unseren Freunden aufzulauern. Keiner bestreitet das ihr Gesamtgewicht jetzt höher ist als im Sommer aber es bleibt doch der gleiche Fische egal ob ich Ihn im Frühjahr – Sommer oder Herbst fange oder?! Mir ist schon klar das viele auf sein Bestgewicht abgesehen haben und die haben jetzt deutlich besser Karten keine Frage, aber mir ist dieser Umstand nebensächlich. Für mich zählen die warmen Tage an denen man ohne viel Aufwand draußen sitzen kann und seinem Hobby nachgeht. Wie durch ein Wunder bescherte uns der heurige Herbst eben dies. Es war überdurchschnittlich warm und der Nächtliche Frost lies sich auch nicht blicken. Ein weiterer Pluspunkt ist da ich heuer den ganzen Oktober Urlaub habe und beschlossen habe da ich mindestens einmal Täglich Zuhause aufkreuzen muss um meine Katzen zu versorgen, den gesamten Urlaub mit Fischen zu verbringen. Natürlich mussten alle Gewässer in einem Umkreis von 45 Autominuten sein um nicht mehr als eineinhalb Stunden im Auto zu verbringen.
So sah mein Plan aus, starten wollte ich von Montag bis Freitag an meiner Hauslacke, dann sollte eine Woche mit meinem Kumpel Hiasl am FZZ in Leibnitz folgen, gejagt von einer Session mit meinem Deutschen Kumpel Frank an einem Privatgewässer um dann den krönenden Abschluss wieder rum mit Frank wieder an meiner Hauslacke eine Woche zu fischen.
Start an der Hauslacke:
Voll motiviert fuhr ich am Montag in der Hoffnung alleine eine Woche an diesem See zu verbringen an die Hauslacke. Die Realität holte mich leider wieder einmal ein. Die gesamte Woche konnte ich den Platz den ich mir gewünscht und vorbereitet hatte über Wochen nicht befischen da er leider besetzt war. Wie fast das gesamte Jahr musste ich mich mehr ärgern, als das Freude aufkam, und so fischte ich auch nur montags bis Donnerstags mit sehr bescheidenem Erfolg. Ein kleiner Trost war das ich mit Heli und Mario (die meine Wunschstelle befischten) sehr angeregt bei ein paar Bierchen Unterhalten konnte und so wenigstens ab und zu Urlaubstimmung aufkam. Aber im großen und ganzen war ich nur angefressen und hoffte das dies der Tiefpunkt meines Urlaubs 2011 bleiben sollte.
Weiter geht’s am FZZ See:
Oh ist das schön, das liebe ich so an diesem See, hier Bucht man seinen Platz und muss sich mit niemandem darum Streiten. Klar geht natürlich nur wenn es keine Jahreskarten gibt aber das hat dieser See auch überhaupt nicht notwendig da im Frühjahr schon fast kein Termin mehr zu erhalten ist.
Am Montagvormittag traf ich mit meinem Kumpel Hiasl am Wasser ein und wir ließen und gemütlich Zeit um unser Camp aufzubauen, sodass es bereits Nachmittag wurde als wir unsere Montagen ins Wasser brachten. Die Erwartungen an diese Session waren nicht all zu hoch. Der See weißt zwar einen guten Bestand an wirklich großen Brummern auf, aber es ist nicht immer leicht dort einen an den Haken zu bekommen. Aber im Gegensatz zur letzten Woche sollte sich mein Frust und Ärger in Wohlgefallen auflösen, denn gleich in den ersten zwei Nächten konnte ich vier Fische fangen und davon war einer eine echte Granate! Nach den ersten beiden Nächten passierte bei mir nichts mehr, Schuld daran gab ich meinen Nachbarn. Nach ihrem eintreffen waren die Fische weiter gezogen, aber was soll’s. Als Hiasl dann in der letzten Nacht auch noch einen Fisch in den Kescher befördern könnte war einer meiner besten Session meines Lebens im trockenen.
Privatgewässer:
So meine erste Session mit meinem Kumpel Frank stand an. Ich hatte noch nie mit Frank gefischt und deshalb war ich gespannt ob wir uns auch am Wasser so gut verstehen würden. Aber das kann ich gleich mal vorausschickten, wir harmonierten perfekt obwohl fast jeder Fisch den wir landen durften nur zu zweit an Land zu bringen war. Frank versorgte mich die gesamte Woche immer mit heißen Getränken und ich versuchte das eine oder andere mal etwas heißen zum beißen von Zuhause mitzubringen wenn ich die Katzen versorgte. Weiters wurde unsere Zeit noch durch diverse Besuche von Angelfreuden gekrönt, die uns ebenfalls mit Speis und Trank versorgten. Die Fangzahlen sprachen für sich, wir konnten in dieser Woche einige tolle Fische auf die Matte legen und unsere Erwartungen sollten beide übertroffen werden.
Ende an der Hauslacke:
Aber leider Endete es wie es begonnen hatte nur noch schlimmer. Frank und ich bauten am Donnerstag an dem einen See im strömenden Regen ab und fuhren gleich weiter zur Hauslacke um unser klatsch nasses Zelt wieder aufzubauen. Jetzt beschlossen wir schnell zu mir nach Hause zu fahren um uns zu kultivieren. Keine Stunde später läutet mein Telefon. Es war der Seepächter der mich fragte ob es mein Zelt sei das da so alleine im Wald stand. Ich bejahte das ganze und fragte jetzt wo da Problem sei. Das Problem bestand darin das ein weiterer Jahreskartenfischer jetzt ebenfalls am See angekommen war und den Platz für sich wollte. So machte ich mich leicht erregt über die Art und Weise wie mir die ganze Sache unter die Nase gerieben wurde mit Frank auf zum See, um die Sache aufzuklären. Das ganze endete darin das ich mein Zelt voller Zorn ins Auto packte und mich auf den Heimweg machte. Frank durfte bei dem Jahreskartenfischer Platz beziehen da der restliche See wie so oft heuer aus allen Nähten platze. Ja die 3 Tage die ich dann noch mit Frank endlich allein fischte waren leider nicht vom übermäßigen Erfolg gekrönt. So Endete leider mein Urlaub wie er begonnen hatte mit einem Magengeschwür, aber mit einer Erkenntnis, das für mich als Jahreskartenfischer dieser so schöne See den ich jetzt über Jahre befischt hatte, nächstes Jahr kein Thema mehr sein sollte, da ich mich nicht immer nur darauf beschränken wollte mich unter der Woche ans Wasser zu begeben da es am Wochenende oft nicht möglich was einen Platz zu bekommen.
Nach meinem Urlaub wollte ich es ein bisschen ruhiger angehen lassen, was ich aber in keiner Art und Weiße zusammenbrachte. So kam ich im November und Dezember noch auf über 25 Einsätze bei denen ich erstens fast immer alleine am Wasser war und zweitens noch einige schöne Fische ablichten durfte.
Somit bescherte mir das ende des Jahres doch noch einen sehr versöhnlichen Abschluss.
Somit endet mein Fischerjahr 2011 in dem ich soviel wie noch nie in meiner Angellaufbahn gefischt habe und trotz dieser massig investierten Zeit NIE die Freude am wesentlichen „ Teil der Natur zu sein“ verloren habe. Wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2012 Jahr.
Euer Joe






























































