Part Zwei
Unter diesem Motto, wollte ich die letzte Woche vergessen und jetzt an meinem neuen Gewässer neu durchstarten!
Daten:
Gewässer: FZZ alias K3
Zeitraum: Montag bis Freitag
Montag, 10 Uhr Treffpunkt beim Spar in Jöss mit meinem Angelkumpel Hiasl. Den Termin für diese Session hatte ich schon im März dieses Jahres fixiert und nur noch zwei Restplatze erhalten. Also bereitete ich mich auf eine voll gestopfte Lacke vor.
Mit einem fetten Grinsen im Gesicht stand ich am Parkplatz und überblickte den See. Nur einer ( ein Slowene ) war gerade dabei auf der anderen Seite Stellung zu beziehen. Ok das soll noch nicht heißen das es die ganze Woche so ruhig bleibt aber der Anfang ist gemacht.
Gemütlich bauten Hiasl und ich unser Camp auf und beobachten dabei das Wasser. Genau an unserem Platz zeigten sich die Fische sehr aktiv und so konnten wir es kaum erwarten unsere Waffen ins Wasser zu bringen.
Es ist bereits später Nachmittag als wir unsere Stellen gefunden haben, an denen wir uns Erfolg versprechen.
Da passiert es! Als ich meinen Marker aus dem Wasser entfernen will verheddert sich das Blei in der Hauptschnur der bereits ausgelegten Rute. Na super. Voll angepisst begebe ich mich an Land wo mich bereits Hiasl mit der Rute + Montage erwartet. Also alles noch mal von neuem. Als ich die Rute ablege spüre ich nicht mehr den Untergrund den ich mir vorher ausgesucht hatte, aber jetzt ist mich alles wurscht.
Ich bin angefressen und lasse die Rute jetzt für heute einfach liegen. Die anderen zwei Montagen kamen an ihren geplanten Bestimmungsort. Zufrieden machte ich mich auf den Heimweg um meine Katzen zu versorgen. Dieses Vorhaben bescherte mir die ganze Woche 500 Kilometer mehr auf meinen ohnehin gut gefütterten Kilometerzähler. Nacht ist es geworden und es ist frisch! Wir sind noch immer nur zu dritt am See. Einfach unerwartet aber absolut geil. Wieder mal bestätigt sich, wenn es ein bissi kühler wird sind die ganzen Schönwetterfischer lieber zuhause und man hat wieder Ruhe und Frieden am See.
20 Uhr es ist bereits Stockdunkel aber das hält meinen Delkim nicht davon ab sich zu melden. Verdutzt schau ich Hiasl an. So schnell hatten wir beim besten willen nicht mit einem Biss gerechnet. Nach äußerst magerer Gegenwehr konnten wir unseren ersten FZZ Fisch dieser Session ablichten. Ein markanter Schuppi wurde elektronisch festgehalten und wieder zurückgesetzt.
Auf diesen Erfolg tranken wir noch ein Bier und beschlossen dann uns zum schlafen zurückzuziehen.
Wirre Träume begleiteten die kalte Nacht ehe mich gegen 5 Uhr sich mein Delkim erneut meldete. Es war die Rute die ich erneut ablegen musste. Die Rute wurde aufgenommen und der Drill konnte beginnen. Der Fisch machte massiv Druck, da plötzlich spürte ich in der Rute ein rupfen. Verdammt ein Hindernis, Kraut, Steine oder Holz es konnte alles sein. Schnell war Hiasl mit dem Boot zu stelle und so konnte ich über den Fisch fahren um dann wieder druck aufzubauen. Stur zog er am Grund seine Bahnen. Unbeeindruck vom dem Druck den ich auf ihn machte schleifte er mich fast über den halben See. Noch ein Vorteil, das wir noch immer zu dritt am See waren, ich musste auf fast keinen anderen Angler und seine Schnüre Rücksicht nehmen und konnte somit den Fisch müde fahren ohne ihm durch eventuell zuviel Druck auszuschlitzen zu können. Eine Stunde ist seit beginn des Aufnehmen des Fisches schon vergangen, mir ist es zwar gelungen den Fisch vom Grund wegzupumpen, aber jetzt stellte er sich erfolgreich unter mein Boot und wollte sich einfach nicht blicken lassen. Nervös war ich seit der ersten Minute den an diesem Gewässer kann man bei jedem Run mit einem Big Fish rechnen. Jetzt passiert es, eine helle monströse Flanke durchbrach das Wasser und ich tütete sie schnell in meinen Kescher ein. Ich hatte Ihn! Einen echten Big Fish und das gleich am ersten Tag. Fassungslos und überglücklich mache ich mich zurück in Richtung Hiasl. Nach einer gefühlten Ewigkeit in der mir tausende Gedanken durch den Kopf schossen erreicht ich meinen Angelplatz. Als Hisal fragte was ich jetzt so lange gemacht hatte. Da zeigte ich ihm das Ergebnis. Fast hätte es erm auf den Arsch gesetzt, als der den Inhalt des Keschers betrachtete. Alles wurde für den Fisch vorbereitet um Ihn zu wiegen und dann zu dokumentieren.
Fisch liegt in der Matte vor uns und wir können es noch immer nicht glauben. Bevor wir meine Reuben einhängten schätzen wir noch sein Gewicht. Wir sollten uns beide getäuscht haben! Waage hochgehoben und schon ausgefedert! Najo meine Waage geht halt nur bis 25 kg, aber was jetzt?! Schnell da wir keine andere Waage hatten wurde der Fisch wieder vorsichtig ins Wasser verfrachtet und Hiasl beaufsichtigte Ihn, so das ich schnell zum Boilie and More fahren konnte um eine Waage zu holen. Schnell wie der Blitz war ich wieder da und nun konnte es daran gehen den Fisch endgültig zu vermessen.
Nach Abzug des Wiegsacks blieb ein unglaubliches Gewicht zurück und ich konnte mich über meinen neuen PB freuen! Schnell war die letzte Woche vergessen und noch viel mehr freute mich dass sich Hiasl über den Fisch gleich so sehr freuen könnte wie ich mich. Einfach Top der Typ.
Eine legendäre Fotoserie folgte die alles beinhaltete. Von einer leider noch immer undichten Wathose bis zur völligen Nässe meines ganzen Körpers. Aber egal der Fisch war einfach der Hammer, bei dem sogar das 15 Grad warme Wasser zu absoluten Nebensache wurde.
Ja ich weiß ich habe Euch das Gewicht noch immer vorenthalten, aber wer meinen Blog ab und zu liest wird feststellen dass ich nie Gewichtsangaben poste. Da ich der Meinung bin das, dass ein Hauptübel ist, das unser schönes Hobby derzeit für manche so unerträglich macht. Wenn Ihr es unbedingt wissen wollt könnt ihr ja gern Kontakt zu mir aufnehmen und ich werde euch auch das Gewicht mitteilen.
Für mich war die Session gelaufen, besser konnte es nicht mehr werden! Wurde sie auch nicht! Darum jetzt noch im Zeitraffer die restlichen vier Tage. Der nächste Morgen brachte mir noch zwei super Fische, aber bei ihnen sollte diesmal meine Reuben ausreichen.
Ab Mittwoch wurde leider der See von immer mehr Leuten besiedelt und sobald ich einen Nachbarn bekam, war es leider auch vorbei mit den Bissen. Meine Bissanzeiger schwiegen also die restlichen drei Nächte.
So sehr würde ich Hiasl auch noch einen Fisch gönnen, aber seine Delkims schwiegen jetzt schon die vierte Nacht. Aber genau in der letzten Nacht sollte er noch zu seinem Fisch kommen. A Beauty stellte sich bei uns vor.
So wurde es zu einer perfekten Session bei der wir alles dabei hatten was uns ewig in Erinnerung bleiben wird! Danke an Hiasl für einer der besten Session die ich je erleben durfte!!!