Es ist heiß, verdammt heiß, nein nicht die Mädels oder meine Fangstatistik sondern das heiß schwüle Wetter.
Geil, sofort nach der Arbeit klatscht man sich an den See aber nicht zum Baden wie alle anderen, sondern um ein wenig Schatten zu suchen und seine Ruten zu bewachen. Heute könnte er kommen der Megabrummer aber meistens brachte ich nur einen Sonnenbrand mit nach hause.
Nein im Großen und Ganzen ist es herrlich, meinen wohl verdienten Mittagsschlaf am Wasser nachzuholen und derzeit stören mich die Fische dabei auch nur sehr selten. Wenn ich jetzt einen Biss erhalte kommt dieser meistens erst zur späteren Stunde.
Aber das sonnige und warme Wetter bringt auch seine Schattenseiten mit sich. Nein ich meine nicht die Gewitter und Unwetter die mich jetzt ab und zu heimsuchen, nein nun waren entgültig die asiatischen Weißfische erwacht und auf den Geschmack meines Futters gekommen.
Somit ist es unsinnig geworden einen Futterplatz anzulegen, da sie immer die ersten sind, die diesen mühsam erarbeiten Futterhaufen stürmen.
Ok über die ersten ein oder zwei habe ich mich gefreut, aber jetzt nach dem zwanzigsten wird’s schön langsam fad und lästig.
So wurde meine Futter Taktik auch umgestellt. Wenn ich jetzt einen Biss erhalte und es zeigt sich ein Amur am anderen Ende der Schnur wird der Platz für mindestens 2 Stunden nicht mehr befüttert und auch nicht mehr befischt. Warum ? Ganz einfach nach zwei Stunden haben die Kollegen auch den letzten Rest vom Buffet verschlungen und ziehen hoffentlich weiter. Dies funktionierte eigentlich immer sehr gut und so konnte ich auch noch einige schöne Karpfen zu dieser nicht einfachen Zeit überlisten. Natürlich standen diese jetzt nicht in Sumo Kampfgewicht vor mir aber den einen oder anderen schönen Fisch konnte ich doch vor die Linse bitten.
Wie schon erwähnt machte ich mich jetzt oft allein ans Werk und das oft nur für 5 Stunden oder etwas mehr. Aber ab und zu erreichte mich dann und wann eine Anfrage einen Freundes ob eine gemeinsame Session nicht möglich wäre. Wie immer freute ich mich alte Bekannte am Wasser zu treffen oder mit anderen das erste Mal an diesem Gewässer zusammen zu Angeln. Besonders freute es mich wenn der eine oder anderen die Gelegenheit am Schopf packt um seinen bisher größten Rüssler ans Land zu bitten.
Gesamt hatte sich die lange am See mit den anderen Anglern etwas entspannt, was die Fischerei unter der Woche betraf, den da konnte ich jetzt meistens allein ans werke gehen. Aber am Wochenende ist noch immer noch weit davon entfernt, ans Gewässer zu kommen und in Ruhe seinem Hobby nachzugehen. Also blieb ich meiner Linie treu, Sonntag auf Montag und Dienstag und Donnerstag Tagesweise bis zum Teil am nächsten Morgen anzusitzen.
Legendär in diesem Zeitabschnitt war auch noch mein Trip mit Marko und Vötschi nach Deutschland zu Frankenthal Party. Aber diese Story hat eine eigene schon geschriebene Geschichte auf meinem Blog verdient.
Weiters befische ich auch noch das eine oder andere Gewässer zu dieser Zeit da ich am Wochenende auch mal ans Wasser wollte. Mit meinem Glück lernte ich dort wieder super Typen kennen und nahm auch den einen oder anderen Schluck des Lebens zu mir um meiner Leber wieder mal Arbeit zu beschaffen.
Als der Kalender Mitte September zeigte, passierte was mit dem ich so nicht gerechnet hatte!
Plötzlich fielen meine Fangzahlen in den Keller. Die Fische wollten nicht mehr beißen und reagierten auch aufs Futter nicht mehr.
Und das zur angeblich produktivsten Zeit des Jahres ?! Einige Fragen taten sich natürlich auf.
Was mache ich jetzt falsch oder was ist den Fischen auf den Magen geschlagen?
Waren es jetzt doch endgültig die 50 Zentimeter Wasser die dem See auf seinen normalen Wasserstand fehlten. Keine Ahnung, das Wetter konnte nicht schuld sein den es war meistens stabil, also musste es der Wasserstand sein, sagte ich mir. Das einzige „positive“ war das alle anderen auch zu dieser Zeit nicht wesentlich mehr aus dem Wasser zauberten als ich, dass mir die Selbstsicherheit gab nicht alles falsch zu machen.
Aber jetzt im Oktober standen 4 Wochen Urlaub auf dem Plan der mit fischen verplant waren, da konnte es nicht so weiter gehen. Also was nun ?!





















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