März2020

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Bild des Monats: März

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Die Lawine rollt


Vier Wochen Urlaub und das im Oktober. Ist das nicht der Traum jedes Anglers? Meiner schon und da ich ja von der Frauenwelt so gemieden werde, wie der Teufel das Weihwasser scheut, ist mein gesamt Urlaub mit Fischen verplant. Echt geile Erlebnisse warten auf mich und schon seit Monaten freue ich mich auf den beginn meines wohl verdienten Urlaubes.

Part Eins:

Geplant sind fünf Tage auf der Hauslacke. Also Montag bis Freitag. Auf diese Session freue ich mich besonders, da geplant ist die ganze Woche mal allein ans Werke zu gehen. Nach der stressigen Arbeit genau was ich brauche. Die Erwartungen sind hoch gesteckt, vielleicht sogar zu hoch, aber bisher lief es heuer wie am Schnürchen für mich!

Montag:

Ein tritt in die Eier!!! Mein Lieblingsplatz ist belagert und das ganze bis Samstag! Ich ringe um Fassung. So lange hatte ich mich schon auf die Session gefreut, aber ich kann es keinem verdenken der bei diesem prachtvollen Wetter unserem Hobby nachgeht.

Also was jetzt ?! Ich beschließe meinen Plan zu ändern und befische einen Platz der das ganze Unternehmen äußerst mühsam macht. Da ich die Jungs kenne ( Heli und Mario )die meinen so heiß geliebten Angelplatz befischen, schließe ich mich mit ihnen noch kurz über die Möglichkeiten die es jetzt noch für mich gibt auszuloten. Meine neue Taktik sieht so aus. Ich Fische nur am Tag ( mal bis Mittwoch ) und versuche dort das Maximum herauszuholen und ab Mittwoch bis Freitag wird durchgefischt!

Der Erste Tag gestaltet sich äußerst mühsam und bringt mir schlussendlich doch noch 3 Fische. Einen Karpfen der mein größter in dieser sehr durchwachsenden Session bleiben sollte und weiters fing ich noch einen kleinen Schuppi und einen heiß geliebten Amur, die beide im Wasser abgehakt wurden.


Dientag:

Es ist später Vormittag, die Sonne nagelt auf meinen Bedchair und ich versuche fast nackt ein Buch zu lesen. Wahnsinn! Anfang Oktober und die Sonne nagelt erbarmungslos herunter und heizt das Wasser noch immer über 20 Grad auf. Die Fische finden keinen besonderen gefallen an diesem Warmwetter Mix und entschließen sich äußerst zäh meinem Hakenköder zu nähern.

Fazit des zweiten Tages. Ein kleiner Schuppi der ebenfalls wieder direkt im Wasser und ohne Foto zurückgesetzt wurde.


Am Abend Zuhause überlege ich mir, was ich verändern könnte um diese sehr bescheidenen Fangzahlen zu verändern. Von meinen anfänglichen Zielen für diesen Trip habe ich mich längst verabschiedet. Aber nicht nur ich fange recht wenige Fische sondern am ganzen See herrscht lethargische Ruhe. Komisch zu dieser Jahreszeit! Aber für mich ist der Schuldige schnell gefunden. Der äußerst warme Oktober und auch September zwingen die Fische noch nicht in ihren Fressrausch. So bleibt mir nichts anders übrig als das warme und wundervolle Herbst/ Sommerwetter zu genießen.

Mittwoch:

Ein Platzwechsel ist angesagt. Ich verstaue mein Grafl auf dem Wassergefährt und mache mich auf ins letzte Eck des Sees. Hier hatte mein Kumpel Patrick letztens sehr gut gefangen und ich erhoffte mir ähnliches. Schnell mal ein Lasko Pivo mit meinem Slowenischen Mitstreiter getrunken und schon war es Abend geworden. Den ganzen Tag keine Aktion! Aber damit hatte ich gerechnet da die Bisse wenn sie hier folgen sollten nur nachts zu erwarten sind.

Meine Erwartungen waren wohl wieder mal zu hoch! Ich konnte zwar zwei Fische überlisten aber der erhoffte Bomber war nicht dabei.



Donnerstag:

Ein wenig Ratlose bin ich schon wieder fertig zu Moven. Ich wollte heute nochmals mein Glück am ersten Platz versuchen, da ich davon ausging Tagsüber hinten keinen Biss zu erhalten. Das war die beste Entscheidung die ich auf diesem Trip getroffen habe. Ich konnte von acht Uhr bis um ca. 12 Uhr Mittag acht Runs verzeichnen. Leider stiegen mir überdurchschnittlich viele Fische im Drill aus und so konnte ich leider nur die! HÄLFTE! in meinem Kescher willkommen heißen. Granate war aber wieder keine dabei. Alle Fische bis auf einen wunderschönen „Spiegler“ wurden schon wieder im Wasser in die Freiheit entlassen.


Zu Mittag beschloss ich meinen Trip abzubrechen und meine Wunden bei Heli und Mario zu lecken ( die auf meinem Lieblingsplatz recht gut fingen ) und meine Enttäuschung in Bier zu ertränken! Mein Plan ging recht gut auf. Wir unterhielten uns schon wie die Tage zuvor prächtig und ich durfte schon wieder mal den dicksten Fisch des Sees live miterleben. Immer wieder ein erhebendes Gefühl! ( Gratuliere Mario zu seinem neuen PB)


Für die Beiden lief die Session ungefähr so wie ich sie mir erträumt hatte, aber man kann halt nicht immer Gewinnen! Ein Gewinn war auf jeden fall die Bekanntschaften die ich an dieser Woche machen durfte, wenn auch nicht die Fische wie gewünscht zum Vorschein kamen, habe ich mich trotzdem prächtig erholt und unterhalten. Die nächsten Wochen kann es Fischtechnisch nur besser werden! Sehr sehr reizvolle Aufgaben warten auf mich. Meine Hauslacke wird mich erst wieder im November wieder sehen.

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